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Blog: Webdesign im Zeitalter der KI – braucht es überhaupt noch einen Webdesigner?

Webdesign im Zeitalter der KI – braucht es überhaupt noch einen Webdesigner?

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Diese Audiodatei wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt.

Die Art, wie Webseiten entstehen, hat sich grundlegend verändert. Künstliche Intelligenz verspricht heute, innerhalb weniger Minuten Texte zu schreiben, Bilder zu erstellen und sogar komplette Webseiten aufzubauen. Da liegt die Frage natürlich nahe: Warum eigentlich noch einen Webdesigner beauftragen, wenn die KI das alles für mich erledigen kann?

Genau dieses Bild vermitteln uns auch die großen Anbieter von Homepage-Baukästen. In TV-Spots und Online-Werbung sieht alles beeindruckend einfach aus: Branche auswählen, ein paar Fragen beantworten, die KI arbeiten lassen – und kurze Zeit später steht die professionelle Unternehmenswebsite.

Aber ist es wirklich so einfach?

Eine Webseite kann heute tatsächlich schneller erstellt werden als jemals zuvor. Doch eine Webseite zu erstellen und eine Webseite zu entwickeln, die professionell aussieht, bei Google gefunden wird, Besucher überzeugt und daraus neue Kunden gewinnt, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

KI hat das Webdesign nicht überflüssig gemacht. Sie verändert vielmehr, wie gutes Webdesign heute funktioniert. Und genau hier wird es spannend.

Eine Webseite zu erstellen ist einfacher geworden

Noch vor einigen Jahren waren für eine professionelle Webseite zumindest grundlegende Kenntnisse in HTML, CSS und häufig auch JavaScript oder PHP notwendig. Content-Management-Systeme wie WordPress und moderne Page Builder haben diese Einstiegshürde bereits erheblich gesenkt.

Künstliche Intelligenz geht nun noch einen Schritt weiter.

Texte können innerhalb weniger Sekunden erstellt, Bilder generiert und Layoutvorschläge automatisch entwickelt werden. Selbst Programmcode lässt sich heute mithilfe von KI erzeugen oder optimieren. Für einfache Webseiten ist das zweifellos eine enorme Erleichterung.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass am Ende auch eine gute Webseite entsteht.

Denn KI kann zwar Inhalte produzieren und Gestaltungsvorschläge machen – sie muss aber zunächst verstehen, was überhaupt erreicht werden soll.

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Wie baue ich eine Webseite?“

Eine der wichtigsten Aufgaben bei einem Webprojekt findet statt, bevor die erste Überschrift geschrieben oder der erste Button gestaltet wird.

Wer soll die Webseite besuchen? Was sucht diese Person? Welches Problem möchte sie lösen? Welche Informationen benötigt sie, bevor sie Kontakt aufnimmt oder ein Produkt kauft? Und wodurch unterscheidet sich das Unternehmen eigentlich von seinen Wettbewerbern?

Genau daraus entstehen später Seitenstruktur, Navigation, Inhalte und Handlungsaufforderungen.

Eine KI kann bei diesen Überlegungen hervorragend unterstützen. Sie kann Ideen liefern, vorhandene Informationen analysieren und unterschiedliche Konzepte vorschlagen. Die richtigen Fragen müssen jedoch weiterhin gestellt und die Antworten eingeordnet werden.

Eine technisch funktionierende Webseite ist schließlich noch lange keine Webseite, die für ein Unternehmen funktioniert.

webdesign strategie
Webdesign Strategie

KI kennt Dein Unternehmen zunächst überhaupt nicht

Das wird bei automatisch generierten Webseiten schnell sichtbar.

Gibst Du einer KI beispielsweise die Aufgabe, eine Webseite für einen Malerbetrieb, ein Hotel oder eine Unternehmensberatung zu erstellen, kann das Ergebnis auf den ersten Blick erstaunlich professionell wirken.

Es gibt eine große Überschrift, einen einleitenden Text, einige Leistungen, vielleicht Kundenstimmen und natürlich einen auffälligen Button mit „Jetzt Kontakt aufnehmen“.

Das Problem dabei: Genau so könnte die Webseite auch bei zahlreichen anderen Unternehmen aussehen.

Die Besonderheiten eines Unternehmens entstehen nicht automatisch aus der Branchenbezeichnung. Vielleicht gibt es besondere Arbeitsweisen, außergewöhnliche Leistungen, jahrzehntelange Erfahrung, einen starken regionalen Bezug oder eine Zielgruppe mit ganz bestimmten Anforderungen.

Eine gute Unternehmenswebsite muss genau diese Unterschiede sichtbar machen.

KI benötigt dafür Informationen, Kontext und eine klare Richtung. Je besser diese Vorgaben sind, desto besser können auch die Ergebnisse werden.

Auch beim Design geht es um mehr als schöne Farben

Ein modernes Design ist wichtig. Aber Webdesign ist nicht nur die Frage, ob eine Farbe gut aussieht oder ob ein Bild besonders beeindruckend wirkt.

Besucher müssen sich auf einer Webseite intuitiv zurechtfinden.

Wichtige Inhalte sollten schnell erkennbar sein. Überschriften müssen eine klare Hierarchie besitzen, Buttons sinnvoll platziert werden und Abstände, Schriftgrößen sowie Kontraste müssen miteinander funktionieren. Gleichzeitig muss das Ganze auf einem großen Desktop-Monitor genauso sinnvoll aufgebaut sein wie auf einem Smartphone.

Hier kommen Benutzerführung und Nutzererfahrung ins Spiel.

Eine Webseite kann optisch beeindruckend aussehen und trotzdem schlecht funktionieren. Wenn Besucher nicht verstehen, wo sie klicken sollen oder wichtige Informationen erst nach langer Suche finden, hilft auch das schönste Design wenig.

Und dann wäre da noch Google

Eine weitere typische Vorstellung lautet: Wenn eine KI gute Texte schreiben kann, müsste das Thema Suchmaschinenoptimierung doch eigentlich ebenfalls erledigt sein.

Ganz so einfach ist es leider nicht.

Gute SEO beginnt nicht damit, ein bestimmtes Suchwort möglichst häufig in einen Text einzubauen. Zunächst muss verstanden werden, wonach potenzielle Kunden tatsächlich suchen und welche Absicht hinter einer Suchanfrage steckt.

Hinzu kommen Seitenstruktur, interne Verlinkungen, technische Faktoren, Ladezeiten, mobile Darstellung, strukturierte Inhalte und viele weitere Punkte.

Auch hier kann KI enorm helfen. Sie kann Themen strukturieren, Ideen für Inhalte entwickeln, Texte überarbeiten oder große Datenmengen auswerten.

Die Entscheidung, welche Inhalte für eine Webseite tatsächlich sinnvoll sind und wie daraus langfristig eine gute Sichtbarkeit entstehen kann, bleibt jedoch eine strategische Aufgabe.

KI ist deshalb kein Gegner des Webdesigners

Wir sehen künstliche Intelligenz nicht als Konkurrenz, sondern als Werkzeug.

Und zwar als ein ziemlich mächtiges.

Richtig eingesetzt kann KI viele Arbeitsschritte erheblich beschleunigen. Ideen lassen sich schneller ausprobieren, Inhalte können analysiert und optimiert werden, bei der Programmierung kann KI unterstützen und selbst für individuelle Grafiken entstehen völlig neue Möglichkeiten.

Dadurch verschiebt sich die eigentliche Arbeit.

Ein Webdesigner muss heute nicht mehr jede einzelne Aufgabe auf die gleiche Weise erledigen wie noch vor zehn Jahren. Stattdessen wird es wichtiger, die verschiedenen Werkzeuge sinnvoll miteinander zu verbinden und die Ergebnisse beurteilen zu können.

Denn eine KI liefert Ergebnisse. Ob diese Ergebnisse für ein konkretes Unternehmen wirklich sinnvoll sind, ist eine andere Frage.

ki kein gegener webdesign

Kann ich meine Webseite trotzdem komplett mit KI erstellen?

Natürlich.

Gerade für private Projekte, kleine Informationsseiten oder erste Geschäftsideen können KI-gestützte Homepage-Baukästen eine interessante Möglichkeit sein. Wer Spaß daran hat, sich mit Webdesign zu beschäftigen, kann heute mit erstaunlich wenig technischem Vorwissen Ergebnisse erzielen, für die früher deutlich mehr Kenntnisse notwendig waren.

Man sollte nur realistisch einschätzen, was man von der eigenen Webseite erwartet.

Soll sie lediglich einige Informationen bereitstellen, kann eine automatisierte Lösung vollkommen ausreichend sein.

Soll die Webseite dagegen ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens werden, regelmäßig neue Interessenten erreichen, bei Google gefunden werden und Besucher gezielt zu Kunden machen, steigen die Anforderungen erheblich.

Dann geht es irgendwann nicht mehr darum, ob eine Webseite erstellt werden kann, sondern darum, wie gut sie ihre Aufgabe erfüllt.

Der Webdesigner verschwindet nicht – seine Arbeit verändert sich

Genau darin liegt aus unserer Sicht die eigentliche Veränderung.

Künstliche Intelligenz wird Webdesign dauerhaft verändern. Viele Aufgaben, die früher viel Zeit benötigt haben, werden schneller oder teilweise automatisiert erledigt werden können. Gleichzeitig entstehen Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren.

Das macht Erfahrung aber nicht wertlos.

Im Gegenteil: Je einfacher es wird, Inhalte, Bilder und ganze Webseiten zu erzeugen, desto wichtiger wird die Fähigkeit, gute von schlechten Ergebnissen unterscheiden zu können.

Die entscheidende Kompetenz liegt deshalb zunehmend darin, Technik, Design, Inhalte, Suchmaschinenoptimierung und die Ziele eines Unternehmens miteinander zu verbinden.

Und vielleicht ist genau das die interessanteste Entwicklung der KI-Revolution:

Wir können Webseiten heute schneller bauen als jemals zuvor. Aber die Frage, welche Webseite wir eigentlich bauen sollten, kann uns auch die beste KI nicht vollständig abnehmen.